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»Gerne auch kleine Spenden«

Zwei junge Frauen sind neueste Tafel-Helferinnen
Friedberg (har). Auch kleine Spenden sind bei der Friedberger Tafel willkommen. Eine solche Zuwendung in Höhe von exakt 113,98 Euro konnte am Montagnachmittag Peter Radl, der 2. Vorsitzende der Friedberger Tafel, in Empfang nehmen. Überreicht wurde die Barspende in einem kleinen Körbchen Kerstin Spörl aus der Danziger Straße. Die Anwohner feierten auch diesem Jahr auf dem Verbindungsweg zwischen Tepler und Danziger Straße ihr Straßenfest und verkauften Würstchen und Kuchen zum Selbst-kostenpreis.
Trotzdem blieb ein kleiner Überschuss übrig, und sofort waren sich alle einig, das Geld der Tafel zu spenden. »Diese Spende zeigt uns einmal mehr, dass unsere Arbeit von den Friedbergern anerkannt wird«,so Peter Radl. Zur Spendenübergabe holte er mit Yvonne Lipowicz und Katja Kunz die beiden jüngsten Tafel-Helferinnen hinzu.
Die 20 Jahre alte Yvonne Lipowicz fand nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau im Sommer noch keine neue Arbeitsstelle und »wollte nicht nur daheim herumsitzen, sondern wenigstens was Vernünftiges machen«. So kam die junge Kreis-städterin auf die Idee, bei der Tafel zu helfen, hatte sie doch schon öfter in der »Wetterauer Zeitung« gelesen, dass hier ständig freiwillige Helfer gesucht werden.
Ihre zwei Jahre ältere Freundin Katja Kunz, die in Frankfurt Geo-Information und Kommunaltechnik studiert, konnte sich von dieser Idee ebenfalls begeistern, und so meldeten sich die beiden jungen Frauen im Tafel-Büro. »Es sind dies die beiden einzigen jungen Helferinnen bisher überhaupt, und wir sind richtig froh, dass wir sie haben«, er- klärte Radl und hofft, dass dieses Beispiel Schule macht.
Seit vier Wochen sind die beiden jungen Frauen nun in der Ausgabe tätig, und die Arbeit macht den Beiden viel Spaß. Auch mit den älteren Helferinnen und Helfern, die durchweg ihre Eltern sein könnten, kommen die beiden »Jungen« bestens klar. »Wir brauchen immer noch Helfer, und wie das Beispiel von Yvonne und Katja zeigt, spielt das Alter keine Rolle«, so Radl. Allerdings 18 Jahre sollten Interessenten, die sich gerne im Tafelbüro melden können, schon sein.

Bildunterschrift:
Die Spendenübergabe mit Yvonne Lipowicz, Katja Kunz, Kerstin Spörl
und Peter Radl. (Foto: Schuchardt)