Bekleidungshaus C & A überreicht der Friedberger Tafel 2500 Euro für die ehrenamtliche Arbeit - Unterstützer gesucht
Friedberg (bd). »Wo etwas Gutes passiert, sind wir gerne dabei«, sagte Bürgermeister Michael Keller am Mittwochmorgen im Erdgeschoss des Bekleidungshauses C & A. Dort nahmen Peter Radl, 2. Vorsitzender der Friedberger Tafel, und Tafel-Schatzmeister Norbert Nüchter einen Scheck des Modeunternehmens C & A über 2500 Euro entgegen. Pia Stephen, Teamführerin der Friedberger Filiale, und ihre Stellvertreterin Claudia Betz, übergaben die Spende in Vertretung von Filialleiter Lindner.
Radl sprach auch im Namen der verhinderten 1. Vorsitzenden Hannelore Finkernagel eine zweifache Gratulation aus. Erstens für die Eröffnung der 1000. C & A-Filiale in Europa. Es sei bemerkenswert, dass Unternehmen in der heutigen Situation den Mut aufbringen, zu investieren und Arbeitsplätze zu erhalten; zweitens für die Entscheidung, 2500 Euro für die Friedberger Tafel zur Verfügung zu stellen. Es verbinde sich damit die Hoffnung, dass dieses Beispiel Schule mache und sich noch mehr Geschäftsleute aus der Region dem Spendenvorbild anschließen.
Die Friedberger Tafel habe einen Laden gefunden, da werde jede Spende und Zuwendung gebraucht, sagte Radl. Auch die Tafel wolle expandieren und ehrenamtliche Arbeitsplätze schaffen, denn die Zahl der bedürftigen Menschen wachse. Umso wichtiger sei es, die Tafelidee mit beben zu erfüllen. »Dazu benötigen wir viele helfende Hände« Die Spende von C & A sei besonders wichtig. Auch wenn die Friedberger Tafel zum Nulltarif für die Bedürftigen der Stadt arbeite, müsse man doch die Kosten der Investitionen aufbringen. Nur wenn es viele Helfer, Sponsoren, Spender und Mitglieder gebe, könne die humanitäre Idee der Tafel in der Praxis funktionieren, sagte Radl. Der stellvertretenden Filialleiterin überreichte er ein Bündel Beitrittserklärungen: »Vielleicht ist ja der ein oder andere Mitarbeiter Ihrer Filiale bereit, dem guten Beispiel der Geschäftsführung zu folgen und die Tafel mit einem Mindestbetrag von drei Euro im Monat zu unterstützen.«
Wie Pia Stephens und Claudia Betz betonten, habe ihr Unternehmen in den letzten vier Jahren das Filialnetz von 491 auf 1000 Filialen erweitert. Dies sei eine Erfolgsgeschichte, die ohne die Kunden nicht möglich gewesen wäre. Deshalb wolle man an jedem Standort, an dem das Modeunternehmen vertreten sei, Danke sagen. C & A lasse sich diesen Dank 2,5 Millionen Euro kosten: Europaweit gewähre man 1000 gemeinnützigen Organisationen eine finanzielle Unterstützung von 2500 Euro. Allein in Deutschland sei dies eine Summe von über 900 000 Euro. Das Haus C & A, 1841 von den Brüdern Clemens und August Brenninkmeyer in den Niederlanden gegründet, habe seine Philosophie »Gute Qualität zu einem fairen Preis« und die soziale Verantwortung nicht aus dem Blick verloren: »Deshalb haben wir uns zu dieser breit angelegten Spendenaktion entschlossen.«
Keller lobt vorbildliches Engagement
Auch Bürgermeister Keller war von der Geldspende höchst angetan, es freue ihn ungemein, dass sich C & A als das »Flaggschiff« unter einer Vielzahl guter Adressen der Friedberger Kaiserstraße für die Allgemeinheit engagiere. Lobenswert sei das Ziel der Spende, lobenswert auch das Engagement der Friedberger Tafel. Keller wünschte ihr weiterhin Tatkraft und segensreiches Wirken: »Ich bin mir sicher, dass die Tafel auf Unterstützung zählen darf.«
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