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Friedberger Tafel beginnt mit der Registrierung

Empfangsberechtigte können sich ab Montag melden. Immer noch Suche nach Ladengeschäft für Ausgabe der Lebensmittel

Friedberg (har). Konkrete Formen nimmt derzeit die Arbeit des vor einigen Wochen gegründeten Vereins Friedberger Tafel an (die WZ berichtete). So beginnt am kommenden Montag, dem 27. März, die Registrierung der Mitbürger, die das Angebot der Tafel, qualitativ einwandfreie Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu erhalten, annehmen wollen.
Zu diesem Personenkreis gehören alle Menschen zunächst nur aus der Kreisstadt samt der Ortsteile, die öffentliche Leistungen beziehen. Hierzu zählen die Empfänger von Sozialhilfe beziehungsweise Sozialgeld, Arbeitslosenhilfe beziehungsweise Arbeitslosengeld II (HartzIV), Grundsicherungsrente, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder Bezieher kleiner Renten und Mittellose. Die Registrierung findet im hinteren Bereich des Dienstleistungszentrums der Kreisverwaltung am Europaplatz (ehemaliges Sparkassengebäude) statt. Sprechstunden sind montags von 9 bis 11.30 Uhr und dienstags von 14 bis 16.30 Uhr.
»Wir sind dem Wetteraukreis sehr dankbar für die Unterstützung«, erklärt die 1. Vorsitzende Hannelore Finkernagel, die zusammen mit ihrem Stellvertreter Peter Radl die Registrierung organisiert.
Jeder Berechtigte, der sich registrieren lässt, muss zunächst eine Vorlage zur Kundenkarte und eine Erklärung ausfüllen, nachdem überprüft wurde, ob eine Berechtigung vorliegt. Hierzu sind unbedingt die entsprechenden Bescheide, Bescheinigungen und der Personalausweis mit zubringen.
In der Erklärung verpflichtet sich der Bezieher der Lebensmittel unter anderem, dass er diese ausschließlich für den privaten Eigenbedarf verwendet sowie Einkommensänderugen sofort mitteilt.
In der Erklärung werden neben den persönlichen Daten des Beziehers und der in seinem Haushalt lebenden Personen auch Besonderheiten, die bei der Lebensmittelausgabe zu beachten sind, aufgenommen. Dazu gehören Allergien und besondere Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel.
Festgelegt wird hierin auch Abholtag und Uhrzeit. Jeder registrierte Tafelnutzer erhält dann eine Kundenkarte und muss bei der Abholung der abgepackten Lebensmittel bei der Friedberger Tafel 1,50 Euro zahlen.
Wann die Lebensmittelausgabe beginnt steht allerdings noch nicht fest, sind die Initiatoren doch noch immer auf der Suche nach einem geeigneten Ladengeschäft samt einem Lager- und Büroraum.
Dagegen haben schon zahlreiche Geschäfte und Institutionen ihre materielle und finanzielle Unterstützung zugesagt. Alle, die den Verein sowohl mit Lebensmitteln als auch finanziell unterstützen wollen, sind zu einer »Sponsoren Informationsveranstaltung« am Donnerstag nächster Woche, 30. März, um 19 Uhr in die Stadthalle eingeladen.
Mehr Informationen über die Arbeit der Friedberger Tafel gibt es im Internet unter www.friedberger-tafel.de sowie unter der Telefonnummer 0160/96347342.