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St.-Georgs-Pfadfinder überreichen Spende

Rosbach v. d. H. (sky). Sichtlich erfreut machte sich Peter Radl, 2. Vorsitzender des Vereins Friedberger Tafel, auf den Weg in die Gruppenräume der Rosbacher St.-Georgs-Pfadfinder vom Stamm St. Johannes. Hier nahm er aus den Händen von Thorsten Maar und Carina Schneider einen Scheck über 200 Euro in Empfang, die am Martinstag durch den Verkauf von Glühwein, Punsch und Schmalzbroten zusammengekommen waren. Auch viele Spenden haben das Sparschwein der »Pfadis« gefüllt.

Die Ankündigung, die Spendengelder diesmal in der Nähe zu lassen statt sie — wie in den vergangenen Jahren — an international tätige Organisationen zu geben, freute die Tafel-Betreiber ganz besonders. »Immer mehr Menschen müssen in unserer Wohlstandsgesellschaft um ihr täglich Brot kämpfen«, weiß man dort. Deshalb stehen in ihrem kleinen Laden in der Klostergasse für diejenigen, die am Existenz-Minimum leben, Lebensmittel bereit, die anderswo nicht mehr verkauft werden sollen. »Wir wissen nie vorher was wir auf den Ladentisch bekommen«, sagt Peter Radl.
Täglich sammeln Vereinsmitglieder in den Geschäften der Umgebung das ein, was man ihnen geben will, und bringen es zum Vorsortieren nach Friedberg. Alles, was noch frisch ist, wird in Lebensmittelkörben zusammengestellt. Einmal pro Woche, an einem festgelegten Tag, kann sich eine Familie gegen geringes Entgelt einen solchen Korb abholen.

Bohnen statt Rosenkohl

»Wer uns aber dreimal unentschuldigt auf dem Essen hat sitzen lassen, wird aus der Liste gestrichen«, erklärt Radl. Inder »Tafel« wird genau festgehalten, ob die Kunden bedürftig sind, wie groß die Familie ist und was man dort gern isst. »Wenn einer keinen Rosenkohl mag, aber gerne Bohnen isst, wird das berücksichtigt«, sagt der ehrenamtliche Helfer.
Es habe auch keinen Sinn, einem Vegetarier eine Mettwurst mit nach Hause zu geben. Mit der Hilfe der Spende aus Rosbach ist man nun bei der Finanzierung von Gebäude- und Fahrtkosten, Gebühren für die Gesundheitsprüfung des Personals und vieler anderer Kosten wieder ein kleines Stückchen weiter.

Viel Einsatz in das Gelingen der Laternenfeier

Die Pfadfinder freuen sich selbst über diese gute Tat, zu der vor allem die gut besuchte Martinsfeier im November wesentlich beigetragen hat. Alle vier Gruppen - von den Wölflingen ab etwa sieben Jahren bis zu den Rovern bis etwa 20 Jahre — hatten sich mit viel Einsatz in das Gelingen der Laternenfeier eingebracht. »Vielleicht sollte man auch einmal sagen, dass unser Vereinsleben viel aktiver ist, als manche es von außen wahrnehmen», hatte Carina Schneider noch kürzlich erklärt.
Da gibt es nicht nur die beliebten Zeltlager sondern auch viele andere Aktivitäten, die in den regelmäßigen Gruppenstunden angeboten werden. Gerade im Moment sind noch einige Plätze frei. »Schön wäre es natürlich auch, wenn wir unsere Leiter-Runde noch weiter ausbauen könnten», meinte Thorsten Maar, der schon von der Pieke auf mit dabei ist.
Wer mehr über die Rosbacher »Pfadis« erfahren will> kann sich auf deren Homepage www.dpsg-rosbach.de informieren oder sich mit Carina Schneider oder Thorsten Maar in Verbindung setzen.