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7000 Euro für die Tafel: Loni Schuchardt und Andreas Kugland übergeben Erlös aus Kalender-Verkauf

Friedberg (har)
. »Friedberg — andere Blickwinkel« ist der Titel eines Kalenders, den Fotografin Loni Schuchardt gemeinsam mit Andreas Kugland, dem Inhaber der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, herausgebracht und in den letzten vier Monaten zugunsten der Friedberger Tafel verkauft hat. Das Besondere an dem Kalender sind zum einen die 13 außergewöhnlichen Bilder von nicht so bekannten Ansichten aus der Kernstadt und den Stadtteilen. Zum anderen hatte sich Kugland dazu entschlossen, auf einen Kostenanteil zu verzichten, so dass der Verkaufspreis von 10 Euro ohne Abzüge an die Friedberger Tafel geht.
Ende letzter Woche wurde nun abgerechnet, und am Montagabend konnte Loni Schuchardt zusammen mit Andreas Kugland einen Scheck in der zuvor nicht für möglich gehaltenen Höhe von 7000 Euro an die Vorsitzende der Friedberger Tafel, Hannelore Finkernagel, überreichen. Bei der Übergabe im Tafelladen waren ferner der 2. Vorsitzende Bernd Schäfer und der ehrenamtliche Büroleiter Walter Krause dabei.
Knapp 700 Kalender wurden verkauft und die Summe von Loni Schuchardt aufgerundet. »Ohne die Unterstützung von Andreas Kugland wäre der Kalender nicht zustande gekommen, und es ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit, dass ein Firmeninhaber wirklich alle Kosten übernimmt, ohne auch nur einen Cent zu verdienen«, erklärte Loni Schuchardt bei der Scheckübergabe. Kugland hatte in diesem Jahr auf Weihnachtsgeschenke für seine Kunden verzichtet und in einer besonderen Weihnachtskarte auf sein Engagement für die Tafel hingewiesen.
Integriert in die aufklappbare Karte war der WZ-Artikel zum Start der Verkaufsaktion Ende September letzten Jahres. Der Verkaufserfolg wäre allerdings ohne die Unterstützung zahlreicher Geschäfte, Institutionen und Vereine sowie vieler Privatpersonen nicht möglich gewesen, so Schuchardt. So wurde der Kalender in der Buchhandlung Bindernagel und bei Papier-Holler verkauft, und beide Geschäfte verzichteten auf jegliche Provision.
Dank der Initiative von Hauptamtsleiterin Cornelia Becker wurde der Kalender auch an der Theke im Eingangsbereich der Stadtverwaltung angeboten. Auch die Volksbank Mittelhessen und die Sparkasse Oberhessen verkauften den Kalender. Da die Volksbank bereits einen eigenen Kalender aufgelegt hatte, verkaufte sie selbst keine Kalender, spendete stattdessen jedoch 2000 Euro an die Tafel.
Auch Armin Kuhl von Auto-Kuhl in Fauerbach spendete 800 Euro statt Kalender zu erwerben. Gleich 50 Kalender kauften Apotheker Bernd Ullrich, Inhaber der Liebig- und der Engel-Apotheke sowie der Parfümerie Lisa. Der VfB Friedberg schenkte seinen Jubilaren den Kalender, und alle angesprochenen Vereine erlaubten den Verkauf des Kalenders im Rahmen ihrer Veranstaltungen.
»Allein in Ockstadt haben wir bei den Konzerten der beiden Gesangvereine, bei der VdK-Weihnachtsfeier und einer Theateraufführung über 100 Kalender verkauft«, erzählte Loni Schuchardt. Bei zwei Veranstaltungen langte diese Zahl nicht aus und so mussten bei der Einweihung des evangelischen Gemeindehauses in Fauerbach und bei der VdK-Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Friedberg noch Kalender aus dem Auto geholt werden.
»Die Resonanz der Menschen war einfach toll« erzählt Loni Schuchardt, und auch Andreas Kugland erhielt durchweg positive Rückmeldungen. Ich habe noch nie einen Kalender gekauft, aber den kaufe ich«, war ein Satz den die beiden »Kalender-Macher« immer wieder zu hören bekamen.
Viele Käufer erwarben gleich mehrere Exemplare, um diese zu verschenken, und so hängt der Kalender inzwischen auch in Wohnzimmern von Verwandten in den USA, Kanada, England und Australien. Immer wieder wird das Duo darauf angesprochen, ob es für das nächste Jahn wieder einen Kalender geben wird. »Es sollte eigentlich eine einmalige Aktion sein, doch nach diesem Erfolg werden wir uns überlegen, ob wir nicht doch weitermachen«, erklärten beide bei der Scheckübergabe, während Hannelore Finkennagel feststellte: »Das ist eine ganz tolle Aktion gewesen.«

Bildunterschrift:
Andreas Kugland und Loni Schuchardt übergeben den Scheck an Hannelore Finkernagel, Walter Krause und Bernd Schäfer (v.r.). (Foto: Schuchardt)