Friedberg/Wetzlar. 32 000 Menschen helfen in den bundesweit 726 Tafelbewegungen, verteilen 120 000 Tonnen Lebensmittel an bedürftige Menschen. In Hessen gibt es 49 solcher Einrichtungen, die von Rohkost bis zum Weihnachtsplätzchen in Lebensmittelläden alles abholen, was auf dem ersten Markt nicht mehr verkauft werden kann. Der bisherige Ländervertreter der Tafeln in Hessen, Hans Mengeringhaus, der jetzt stellvertretender Deutschlandvertreter ist, nannte am Samstag in Wetzlar bei der von etwa 100 Delegierten besuchten Landestagung der Tafeln bemerkenswerte Zahlen. Für Mengeringhaus wurde der 2. Vorsitzende der Friedberger Tafel, Peter Radl, zum neuen Ländervertreter gewählt. Wie er erklärte, sei es ihm wichtig, bei seiner Arbeit »nicht nur die Tafeln zu unterstützen, sondern auch ein sozialpolitisches Mandat zu übernehmen«. Dies stehe zwar nicht in den Statuten, doch es sei immens wichtig, Strukturen zu ändern, um die ständig steigende Zahl der Bedürftigen zu bremsen.
Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette betonte, wie wichtig es »für unsere Stadt ist, dass es die Tafel gibt«. Im Vorfeld hatte der Künstler Janosch, der am Vorabend seine Ausstellung im Stadthaus eröffnete, sein Werk »Komm wir angeln einen Fisch« der Tafelarbeit gewidmet. Außerdem warben die Marktbeschicker auf dem Dom-platz für die Tafeln. Im Moment werden besonders stark die Kinder-Tafeln gefördert. Hierzu hat der Lebensmittel-Großmarkt Metro ein Kinder-Kochbuch aufgelegt, dessen Verkaufseriös überwiesen wird.
Einer der wichtigsten Beschlüsse der Tagung: Künftig arbeitet man in Logistikverbünden zusammen. Vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs sei es um so bedeutender, untereinander zu verteilen, um Warenkörbe ausreichend zu füllen, wurde erklärt.
Sie sind hier:
Archiv
