Noble Spenden für bedürftige Mitbürger
Gut besuchtes Sommerfest der Friedberger Tafel - Derzeit werden 114 Familien unterstützt - Weitere Helfer gesucht
Friedberg(har). Die Helfer, Kunden, Unterstützer und Sponsoren der im Februar dieses Jahres gegründeten „Friedberger Tafel“ trafen sich am Samstagnachmittag zu ihrem ersten gemeinsamen Sommerfest auf dem Gelände der „Colorado-Ranchers“ hinter dem Burgfeld. Über 100 Besucher kamen und dies trotz sehr kühler Temperaturen und Regens, der aber im Verlauf des Nachmittags aufhörte.
Unter den Gästen konnte die 1. Vorsitzende Hannelore Finkernagel auch Werner Pink, den Vorsitzenden des Lions-Club Bad Nauheim begrüßen. Wie Finkernagel betonte, wurde dieses Fest ausschließlich durch Sachspenden zahlreicher Firmen ermöglicht. „Nicht ein Euro, der für die Arbeit der Tafel gespendet wurde, ist für dieses Fest verwendet worden“, so die engagierte Vorsitzende.
Das Friedberger Brauhaus stellte Biergarnituren und zwei Zelte kostenlos zur Verfügung, so dass die Besucher alle im Trocknen einen Platz fanden. Am Grill standen den ganzen Nachmittag der 2. Vorsitzende Peter Radl und Vorstandsmitglied Rechtsanwalt Bernd Schäfer, die beim Grillen der Würstchen und Steaks, die von Brandenburg Wurstwaren und der Metzgerei Herold gespendet wurden, wohl als einzige an diesem „Fast-Herbsttag“ ins Schwitzen kamen.
Die Brötchen dazu stifteten die Stadtbäckerei Schwarzhaupt und die Dorheimer Bäckerei Ullrich, während die Helfer der Tafel viele Salate zubereitet hatten, so dass ein tolles und abwechslungsreiches Salatbuffett entstanden war. Auch alle Getränke waren gespendet worden, das Bier, das aus der Zapfanlage der Niddaer Marktbräu floss, kam von der Licher Brauerei, die Erfrischungsgetränke waren eine Spende der Wetterauer Getränkeindustrie, während die Kelterei Uhl die Fruchtsäfte zur Verfügung gestellt hatte.
Ein Dank ging natürlich auch an die Colorado-Ranchers, die nicht nur ihr Vereinsgelände zur Verfügung gestellt hatten, sondern deren Square-Dance-Formation auch für beste Unterhaltung sorgte. Dabei erläuterte Caller „Gatsby“ die Entstehungsgeschichte des Square-Dance und da staunte so mancher, dass viele der verschiedenen Square-Dance-Figuren aus Deutschland oder Frankreich stammen, da diese von den europäischen Einwanderern mit in die Staaten gebracht wurden.
Am frühen Abend unterhielt dann Sängerin Nicole Hahn aus Bad Nauheim die Besucher mit zahlreichen Liedern, wobei sie sich auf der Gitarre selbst begleitete, während Mitglieder der Colorado-Ranchers ein Lagerfeuer entzündeten. Ein weiterer Höhepunkt des Fests war die Verlosung von 20 Eintrittskarten für einen Theaterbesuch unter den Kunden der Tafel. Die Karten waren von Susanne Keller, der Geschäftsführerin der Volksbühne Friedberg, zur Verfügung gestellt worden.
„Der enorme Zuspruch gibt uns im nachhinein Recht, dass wir die Tafel ins Leben gerufen haben“ stellt Hannelore Finkernagel im Gespräch mit der WZ fest. Erst vor fünf Wochen begann, nach nur knapp halbjähriger intensiver logistischer und organisatorischer Vorarbeit, die Ausgabe der Lebensmittel an die Bedürftigen der Stadt, die sich zuvor mit den notwendigen Nachweisen anmelden mussten und nach der Überprüfung einen entsprechenden Ausweis erhielten.
„Derzeit versorgen wir mit 90 ehrenamtlichen Helfern mittwochs und freitags bereits 114 Familien und auf der Warteliste stehen weitere 50“, erzählt Finkernagel und so überlegen die Verantwortlichen, einen dritten Ausgabetag einzuführen, was allerdings wieder großen organisatorischen Aufwand bedeutet, müssen doch die Lebensmittel bei den Geschäften abgeholt, zum Tafelladen gebracht und dort vor der Ausgabe am Nachmittag in die Kisten für die einzelnen Kunden sortiert werden.
„Wir brauchen unbedingt noch weitere Helfer, um den Montag als dritten Ausgabetag einzuführen“, so Finkernagel. Natürlich sind auch weitere Geschäfte mit Sachspenden jederzeit willkommen. Wer bei der Friedberger Tafel mithelfen oder die Arbeit der Tafel mit Lebensmittel-, Sach- und natürlich Geldspenden unterstützen will, der bekommt weitere Informationen im Internet unter www.friedberger-tafel.de, unter der Telefonnummer 06031/6844624 sowie im Tafelladen in der Kleinen Klostergasse während der Büro- und Registrierungszeiten montags, mittwochs und freitags von 10 bis 11.30 Uhr.
Foto: Schuchardt


