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Weihnachtsbenefiz in »Kostas Musikbistro« ein voller Erfolg - Robbi Hiltmann, Seppl Rotard und Co. begeistern die Fans

Friedberg (har). Ein großer Erfolg wurde die vierte Benefizveranstaltung, die der Friedberger Gunter Gomola zusammen mit einigen ehrenamtlichen Helfern und Gastwirt Kosta nun schon seit drei Jahren in der Vorweihnachtszeit in »Kostas Musikbistro« in der Bismarckstraße unter dem Motto »Eine Welt für alle« organisiert. Für das »Weihnachtsbenefiz« sammeln Gomola und seine Mitstreiter, darunter auch die Tafel-Vorsitzende Hannelore Finkernagel, Sach- und Geldspenden und sprechen Künstler an, die an
diesem Abend ohne Gage auftreten. Wurden in den ersten drei Jahren in der Kreisstadt lebenden bedürftigen Familien direkt unterstützt, so gehen in diesem Jahr alle Einnahmen an die »Friedberger Tafel, die seit Juli dreimal in der Woche Lebensmittel an in der Kreisstadt lebenden, hilfsbedürftigen Menschen ausgibt.
Natürlich platzte auch am Samstag das Bistro fast aus den Nähten, waren doch wieder an die 100 Besucher gekommen, sodass bald das Schild »Ausverkauft« an der Eingangstür hing. »Es ist ungeheuer, wie die Zeit vergeht«, meinte Gomolla in seiner Begrüßung und freute sich, dass sich die Veranstaltung inzwischen etabliert hat. »Es ist daraus etwas geworden: Die Tafel«, so Gomolla. der die Arbeit der 70 Tafel-Helfer, die derzeit 270 Familien mit 600 Personen jede Woche mit an die vier Tonnen Lebensmitteln versorgen, kurz vorstellte. »Wir wollen einen Anteil dazu beitragen«, erklärte Gomolla, der allen Künstlern und Sponsoren sowie Kosta und dessen Frau für die Unterstützung dankte. Ein besonderer Dank ging an den Rosbacher Keyboarder Robbi Hiltmann alias »Doc Robson« und Schlagzeuger Seppl Rotard aus Staden, die beide von Anfang an dabei sind.

Blues-Klassiker und furiose Soli

Die beiden Musiker eröffneten zusammen mit Dr. Rainer Hettinger aus Bad Nauheim das Programm mit der schon fast traditionellen Blues-Session, zu der sich der in Hungen lebende Engländer Paul Scott gesellte. Hiltmann spielte exzellente Soli am Keyboard, während Hettinger mit rauer Stimme Blues-Klassiker oder den Joe-Cocker-Hit »Unchained my Heart« sang, auf einer E-Mandoline spielte und die Blues-Harp einsetzte. Immer wieder begeisterte Seppl am Schlagzeug. Der 21-jährige Stadener war extra aus Dunkelsbühl angereist, wo er zurzeit Schlagzeug studiert. Er überzeugte mit einem variablen Spiel, das selbst den fehlenden Bassisten vergessen ließ. Mit einem furiosen Solo verabschiedete sich der Schlagzeuger, der zur Zeit in einer kubanisch-afrikanischen Formation spielt.Die Band Last Exit feierte eine gelungene Premiere beim »Weihnachtsbenefiz«. Fotos." SchuchardtEin Ohrenschmaus war der Auftritt der Band »The Last Exit«, die vor eineinhalb Jahren von erfahrenen Musikern aus dem Rhein-Main-Gebiet gegründet wurde und eine gelungene Premiere beim »Weihnachtsbenefiz« feierte. Die Formation, zu der auch Robbi Hiltmann gehört, covert bekannte Rock- und Bluesklassiker, allerdings im eigenen Stil, der von Sängerin »Mousie« mit ihrer »Rockröhre« geprägt wird.Dabei überraschte die Band mit einem variablen Repertoire, wozu Steve Wonders »Superstition« ebenso gehört wie Hits von Anastasia, fetziger Blues und Rockklassiker, aber auch eine ganz eigene Version des Gershwin-Klassikers »Summertime«, bei der Gitarrist »Schomy« mit filigranen Soli überzeugte.
Ein weiterer Höhepunkt war zur später Stunde die Ausgabe der Tombolapreise. Dank einer Vielzahl von Spenden kreisstädtischer Firmen und Geschäfte waren jede Menge Preise zusammengekommen, darunter zehn Hauptpreise wie ein Wochenende mit einem Opel, das eine Besucherin gewann, die noch keinen Führerschein besitzt.