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Erste Lebensmittel an Bedürftige aus Florstadt ausgegeben –
Ehernamtliche berichten von Problemen beim Fahrdienst


Florstadt (pm/dab). Die Bürgerhilfe Florstadt hat die Zusammenarbeit mit der Friedberger Tafel aufgenommen: Die ersten Freiwilligen der Bürgerhilfe wurden von der Tafel in Friedberg geschult, und an die ersten Bedürftigen aus Florstadt sind Lebensmittel ausgegeben worden. Für Bürger, die ihre Lebensmittel nicht selbst abholen können, hat die Bürgerhilfe einen Abholdienst eingerichtet.
Beim jüngsten Helfertreffen war auch die Zusammenarbeit mit dem Alten- und Pflegeheim »Marie Juchacz« in Nieder-Florstadt ein wichtiges Thema. Heidemarie Braun, seit Januar neue Ansprechpartnerin des Heimbeirates, stellte sich den Helfern vor und bat um Unterstützung in weiteren Bereichen. Bislang bietet die Bürgerhilfe bei folgenden Aufgaben ihren Beistand an: Begleitung zum Arzt und bei Besorgungen sowie Einkäufe für Heimbewohner. Auch Besuche stehen auf der Wunschliste ganz oben. Beim Erfahrungsaustausch waren sich die Mitarbeiter einig, dass die vielfältigen Einsätze ohne große Schwierigkeit abgewickelt werden konnten.
Ein Problem der Helfer wird immer wieder angesprochen, nämlich die Schwierigkeit, nahe Parkmöglichkeiten zu finden – etwa bei Arztpraxen, wenn behinderte Personen dorthin begleitet werden. Obwohl es sich dabei um Rollstuhlfahrer oder Benutzer eines Rollators handelt, sind diese Menschen oft nicht im Besitz eines Behindertenausweises – zum Beispiel, weil sie in einem Heim leben. Daher dürfen die Helfer rechtlich keine Behindertenparkplätze benutzen.
Der Sprecher der Bürgerhilfe, Dieter Eckhardt, informierte darüber, dass er deshalb schon beim Sozialdezernat des Wetteraukreises vorstellig geworden sei. »Offensichtlich konnten sich die Verantwortlichen die Situation nicht bewusst machen, denn die Anfrage wurde an den Fachdienst Verkehr weitergeleitet und von dort negativ beschieden«, bedauerte er. »Fahrdienste für gehbehinderte Personen ist ein Teil unserer Hilfe, die nicht zu unterschätzen ist. Da uns von dem Wetteraukreis keine Unterstützung für unser ehrenamtliches Engagement zuteil wird, werden wir versuchen, über das Land Hessen entsprechende Hilfe zu bekommen«, kündigte er an.
Aus aktuellem Anlass griff Anneliese Eckhardt das Thema »Betreuungsverfügung« auf. Sie bat die Helfer eindringlich, die eigene Situation zu überprüfen und im nachbarschaftlichen Umfeld Unterstützung anzubieten. Auf Wunsch der Anwesenden wird sich der Sprecher um einen kompetenten Referenten kümmern, der dieses Thema beim nächsten Helfertreffen erörtert. Dazu sollen auch alle Bürger eingeladen werden. Als Termin ist der August ins Auge gefasst worden.
Wie lebendig die Bürgerhilfe ist, wurde bei diesem Treffen wieder deutlich: Es wurde zwei Stunden informiert und diskutiert. Bürgermeister Herbert Unger gab weiter, dass die Institution von vielen – auch nicht betroffenen – Bürgern äußerst positiv wahrgenommen wird.

Bildunterschrift:
Gerd Locher von der Bürgerhilfe holt in der Kreisstadt Lebensmittel für bedürftige Florstädter ab. (Foto: pv)