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Mit der Resonanz mehr als zufrieden

Friedberger Tafel hatte zu Tag der offenen Tür in den neu eröffneten Laden in der Kleinen Klostergasse eingeladen
Friedberg (har). Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte die Friedberger Tafel zwei Tage nach der offiziellen Eröffnung (die WZ berichtete) am Samstag ihren Verkaufsladen in der Kleinen Klostergasse der Öffentlichkeit, nachdem tags zuvor die erste Ausgabe der Lebensmittel an die bereits registrierten Bedürftigen vorgenommen worden war. Mit der Resonanz sowohl beider ersten Ausgabe am Freitag als auch mit dem Tag der offenen Tür waren die Verantwortlichenmehr als zufrieden,
Schon vor dem offiziellen Beginn kamen die ersten Besucher. »Ich saß noch im Büro, da rief die erste Interessentin von draußen laut Hallo und wollte einige Beitrittserklärungen«, so die 1. Vorsitzende Hannelore Finkernagel. Erstaunt waren die Besucher über die sehr schöne Einrichtung des Verkaufsladens, die so gar nicht an eine Lebensmittelausgabe für Arme und Bedürftige erinnert.
»Wir mussten den Besuchern immer wieder erklären, dass die Spenden ausschließlich in die Tafelarbeit direkt geht und die gesamte Einrichtung gespendet wurde«, erzählte Finkernagel. So stammen die Möbel samt der Ausgabetheken aus einer geschlossenen Filiale der Sparkasse Oberhessen. Die Renovierung der Räume übernahm der Recycling-Dienst Wetterau und die Theke an der man sich bei einem Getränk etwas entspannen kann, wurde von WAUS-Mitarbeitern gebaut, ebenfalls kostenlos.
Das Gleiche gilt für die sehr schönen Bilder an den Wänden, die von der Bilder- und Rahmenwerkstatt Quarz in Ranstadt zum Teil gestiftet oder als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurden. Besichtigt werden konnte auch die Lagerhalle, in der die Lebensmittel angeliefert, sortiert und in die Kisten verteilt wurden. »Am Freitag war hier alles voll«, sagte der 2. Vorsitzende Peter Radl. Mit so vielen Lebensmittelspenden von Bäckereien, Metzgereien und Lebensmitteldiscountern wie Minimal oder Lidl hatte man gar nicht gerechnet.
»Die Kisten waren randvoll, und unsere Kunden machten zum Teil große Augen und konnten ihr Glück nicht fassen«, so Radl. Da gab es Fleisch und Wurst ebenso wie Brot, Stückchen, frisches Obst oder »erstklassige frische Erdbeeren«, so Radl. Viele Kunden hatten gar nicht so viele Taschen zum Verpacken dabei, und halfen die Teammitglieder mit Karton saus. »Es war gigantisch, und wir sind alle sehr glücklich«, beschrieb Radl Stimmung, die auch beim Betreten des Tafelladens zu spüren war.
»Es ist toll, dass wir in einem knappen halben Jahr so etwas auf die Beine stellen konnten« meinte ein Team-Mitglied und so kam es denn auch zu dem fröhlichen Team-Foto, einmal ohne Vorstandsmitglieder, denn »wir waren schon genug in der Zeitung und diese Freiwilligen hier machen die Arbeit«, so Hannelore Finkernagel.
Während des Präsentationstages kamen auch wieder künftige Nutzer der Tafel, wie eine allein erziehende Mutter, der es vorab sichtlich schwer gefallen war, in den Laden zu kommen und sich kundig zu machen. Dieser Schritt habe sie viel Überwindung gekostet, doch die Atmosphäre habe sie sehr positiv überrascht. Bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen in der angenehmen Atmosphäre habe sich die Kundin sehr wohl und vor allem ernst genommen gefühlt, erzählte Hannelore Finkernagel.