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Neuer Bildkalender »Friedberg — andere Blickwinkel« mit Fotos von
Loni Schuchardt — Erlös geht an Friedberger Tafel

Friedberg (har). Die ersten Kalender mit nicht alltäglichen Motiven der Kreisstadt übergaben WZ-Mitarbeiterin Loni Schuchardt, Andreas Kugland, Inhaber der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, sowie Mediengestalterin Ulrike Sauer am Freitag an Hannelore Finkernagel, der Vorsitzenden der Friedberger Tafel und deren Stellvertreter Peter Radl sowie Tafel-Mitarbeiter Walter Krause. »Friedberg — andere Blickwinkel« lautet der Titel des Bildkalenders, der zehn Euro kostet. Nicht nur die Bilder sind außergewöhnlich, denn Kugland übernahm alle Herstellungskosten, so dass der gesamte Verkaufspreis an die Friedberger Tafel gehen wird.

»Wenn die Friedberger 1000 Stück kaufen, er wären das 10 000 Euro«, stellte Loni Schuchardt bei der Präsentation des Kalenders fest. Die Idee in zu dem Kalender kam der Fotografin bei der Aufnahme der Mühle in Bruchenbrücken. Sie beschloss, weitere nicht alltägliche Motive der Kreisstadt aufzunehmen. Deutlich wird beim betrachten der insgesamt 13 Motive: Friedberg er hat viel mehr zu bieten als nur Kaiserstraße, Burg, Adolfsturm oder Judenbad. So findet man in dem Kalender auch Ecken und Winkel in der Kernstadt und den Stadteilen, auf die selten jemand blickt.

Das Titelbild, am Freitag in der WZ zu sehen, zeigt die Stadtkirche vom Heißluftballon aus fotografiert. Andere Motive zeigen die Hollarkapelle in Ockstadt, Grünoasen, Straßenzüge, Fachwerk und andere Bauwerke, die aus ungewöhnlichen Blickwinkeln aufgenommen wurden den. So die Mühle »Zum Steg« in Bruchenbrücken, das alte Fachwerk in der Bauernheimer Nebengasse oder der Torbogen zum Kirchhof in Ossenheim. Auch der Eingangbereich des Dorheimer Schlosses oder die Uhr der Fauerbacher Kirche finden kaum Beachtung, gleiches gilt für die Motive aus der Kernstadt, vom Pfingstbrunnen im Industriegebiet Süd und dem alten Baumbestand im Rathauspark über den jüdischen Friedhof bis zu den Straßheimer Teichen oder den Straßenzügen, die sich im Frühjahr oder Herbst wie verwandelt präsentieren.
»Helfer der Tafel leisten hervorragende Arbeit«
Andreas Kugland und Loni Schuchardt hoffen, dass viele Menschen durch das Betrachten des Kalenders neugierig auf ihre Stadt werden und sich bei einem Spaziergang vor Ort auf die Suche nach dem ein oder anderen Motiv begeben. Dass der Verkaufserlös einem sozialen Zweck zukommen sollte, war den beiden von Anfang an klar. »Die vielen freiwilligen Helfer der Friedberger Tafel leisten eine hervorragende Arbeit, auch unter einem ganz besonderen >Blickwinkel<, werden doch die Armen in unserer Gesellschaft oft vergessen oder in eine bestimmte Ecke gedrängt«, heißt es im Vorwort des Kalenders. Der wurde auf einem neuen, hellen Papier gedruckt, das »eigentlich noch gar nicht auf dem Markt ist«, so Kugland. Es handelt sich um das erste gestrichene Papier mit der Bezeichnung »heaven 42«, das absolut weiß ist. Die Kalender wurden umweltschonend ohne Chemikalien gedruckt und haben eine Spiralbindung; die einzelnen Blätter müssen also nicht abgerissen werden. Bei der Präsentation des Kalenders dankte Loni Schuchardt Andreas Kugland und Ulrike Sauer für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement, haben beide doch viel Zeit in das Projekt gesteckt, ohne auch nur einen Cent daran zu verdienen. »Das Geld aus dem Verkauf kommt uns gerade recht, denn nach 16 Monaten Tafelarbeit steigen unsere Ausgaben ständig«, erklärte Hannelore Finkernagel.
Der Verkauf des »Blickwinkel-Kalenders« bei der Buchhandlung Bindernagel auf der Kaiserstraße und bei Papier-Holler in der Bismarckstraße hat bereits begonnen; die Inhaber der beiden Geschäfte verzichten auf jegliche Provision. Erworben werden können die Kalender ab sofort auch im Bürgerbüro im Rathaus (Mainzer-Tor-Anlage 6), in der Druckerei Kugland in Fauerbach (Am Kindergarten 7), im Tafelladen (Kleine Klostergasse 11) sowie bei Loni und Harald Schuchardt, Telefon 0 60 31/97 67 (Anrufbeantworter). Eine Bestellung ist auch unter der E-Mail-Anschrift harald.schuchardt@web.de möglich, auch Firmen und Geschäfte, die den Kalender an ihre Kunden verschenken möchten, sind willkommen.

Bildunterschrift:
Andreas Kugland, Hannelore Finkernagel, Walter Krause, Loni Schuchardt, Peter Radl und Ulrike Sauer (v. 1.) präsentieren einige Blickwinkel des Kalenders. (Foto: Schuchardt)