Diesmal Frauen aus Osteuropa — Friedberger Tafel warnt erneut: Nur bekannten Personen Spenden geben
Friedberg (har). Nicht zum ersten Mal waren in der vergangenen Woche unliebsame Zeitgenossen in der Stadt unterwegs und behaupteten, Spenden für die Friedberger Tafel zu sammeln. Wie der 2. Vorsitzende Peter Radl der WZ gestern berichtete, erreichte ihn am Mittwochnachmittag ein Anruf aus dem Reisebüro Messerschmidt, dessen Inhaber ihn darauf aufmerksam machte, dass in der Stadt wieder einmal falsche Spendensammler unterwegs seien.
Daraufhin ging Radl zusammen mit Heinz Finkernagel, dem Ehemann der 1. Vorsitzenden Hannelore Finkernagel, sofort in die Stadt, nachdem er sich im Reisebüro eine Personenbeschreibung hatte geben lassen. Messerschmidt konnte allerdings nur vage Angaben machen. Auf der Kaiserstraße fiel den beiden dann eine weibliche Person durch ihr Verhalten auf, doch die Beschreibung passte nicht. Bei einer weiteren Recherche in Friedberger Geschäften ergab sich eine exakte Personenbeschreibung. Die betreffende Person, eine Frau, wurde dann auch von Finkernagel und Radl erkannt, und die beiden Tafel-Mitglieder wurden von ihr tatsächlich um eine Spende gebeten. »Offensichtlich fiel der >Dame< unser Verhalten auf, und plötzlich waren wir von vier weiblichen Wesen südosteuropäischer Provenienz umringt, die von uns darüber Auskunft verlangten, warum wir sie beobachten«, berichtet Radl.
Da die Frauen keine befriedigende Auskunft erhielten, gingen sie in die Schirngasse, wurden aber von Radl und Finkernagel verfolgt. Währenddessen wurde die Friedberger Polizei verständigt. Als Radl in Höhe der Schneiderei war, bogen die Frauen nach rechts in Richtung Stadtkirche ab.
»Als ich an der Ecke ankam, waren die Damen wie vom Erdboden verschluckt, und auch eine Suche in den Hausfluren und der Einsatz des Streifenwagens hat nichts gebracht, erzählt Radl und vermutet, dass die falschen Spendensammlerinnen wegen der Aufmerksamkeit der Friedberger die Stadt auf schnellstem Wege verlassen haben.
Die Friedberger Tafel bittet die Bevölkerung weiterhin um besondere Aufmerksamkeit und empfiehlt, nur den Personen Spenden zu geben, die ihnen persönlich als Mitglieder der Friedberger Tafel bekannt sind.
Mehr Informationen über die Arbeit der Friedberger Tafel und Ansprechpartner gibt es im Internet unter www.friedberger-tafel.de.
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