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Ökumenischer Gottesdienst im Klostergarten — Der christlichen Bedeutung des »Vatertags« auf der Spur
Niddatal-Ilbenstadt
(udo). Nachdem der ökumenische Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt über viele Jahre hin an der Diebseiche zwischen Ilbenstadt und Kaichen stattfand, wurde in diesem Jahr wieder im Klostergarten gefeiert, da der Park zentral liegt. Bei schlechtem Wetter eröffnet sich zudem die Option, den Gottesdienst in der nahen Basilika zu feiern. Geistlicher Rat Pfarrer Dr. Vinko Kraljic (Ilbenstadt), Pfarrer Günther Kuche (Kaichen und Bönstadt) und Pfarrer Hans-Joachim Dietze (Ilbenstadt und Bruchenbrücken) zelebrierten, und die Posaunenchöre der evangelischen Gemeinden Assenheim und Bruchenbrücken unterstützten unterm Dirigat von Max Rettig musikalisch.
Pfarrerin Rita Mick-Solle (Assenheim), Kirchenvorsteher Volker Zimmermann (Kaichen) und Kustode Reinhard Schwarz (Ilbenstadt) sprachen die Fürbitten. Das festliche Geläut der Basilika und die Posaunenchöre luden die Gäste zum Gottesdienst.
Pfarrer Kraljic begrüßte das Publikum und bedauerte, dass der »Vatertag« im Sprachgebrauch das »Hochfest Christi Himmelfahrt« verdrängt habe, doch habe auch Jesus »zum Vater gefunden« . Gesucht werde in diesem Gottesdienst »das die Konfessionen Einigende«.
Mit einem fröhlichen Mailied und einem Psalm zum Lob Gottes begann die Feier. Pfarrer Kuche predigte über den Himmelfahrtsbericht nach Matthäus. Im Text wird ausdrücklich der Zweifel der Jünger erwähnt. Entlastend für uns sei, dass auch die engsten Vertrauten Jesu gezweifelt hätten.
Eine dauernde Aufgabe sei es, darüber nachzudenken, was »Himmel« und »Hölle« für uns heute bedeuteten. »Himmel oder Hölle werden aufgespannt, wo sich Menschen begegnen.« Jesus habe Grenzen überschritten und neues Leben ermöglicht.
Pfarrer Kraljic erläuterte die Bittgottesdienste um Christi Himmelfahrt und deren Sinn und segnete am Ende die Gemeinde. Bei der Kollekte kamen gut 200 Euro für die »Friedberger Tafel« zusammen.

Bildunterschrift:
Links: Die Posaunenchöre der evangelischen Gemeinden Bruchenbrücken und Assenheim musizieren unter der Leitung von Max Rettig. Rechts: Die Pfarrer sitzen in der ersten und zweiten Reihe, von rechts: Dr. Vinko Kralji, Rita Mick-Solle, Reinhard Schwarz, Günther Kuche und Hans-Joachim Dietze