Hannelore Finkernagel zur 1. Vorsitzenden gewählt
Satzung beschlossen - Suche nach geeigneten Räumen
Friedberg (har.) Dieser Tage fand die Gründungsversammlung der Friedberger Tafel statt, deren Initiatoren, Hannelore Finkernagel und Peter Radl, bereits im Januar mit einem Informationsabend an die Öffentlichkeit gegangen waren (die WZ berichtete). Insgesamt 16 Interessenten waren da nach in die Gaststätte »Treffpunkt West« eingeladen worden.
Ziel der bundesweit in vielen Städten tätigen Tafeln ist es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Menschen in Not zu verteilen. Die Lebensmittelbeschaffung und Ausgabe erfolgt durch ehrenamtliche Mitarbeiter. Um die Lebensmittel zu sortieren und zu verteilen, wird zunächst ein Laden in Friedberg gesucht. Berechtigt zum Einkauf sind Bezieher von Hartz IV, Sozialgeld, Sozialhilfe, Rentner mit einer kleinen Rente oder Mitbürger, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Hier wollen die Tafeln durch den Einsatz möglichst vieler ehrenamtlicher Helfer tätig werden.
Alle Bürger sind eingeladen, die Friedberger Tafel zu unterstützen, als aktives oder passives Mitglied, als Spender eines einmaligen oder auch regelmäßigen Betrags.
Die Gründungsversammlung wurde von Hannelore Finkernagel eröffnet. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Punkt die Wahl des Vorstandes. Darüber hinaus galt es, die Satzung zu verabschieden, die Mitgliedsbeiträge festzulegen und die nächsten Aktivitäten der Friedberger Tafel zu besprechen.
Die Protokollführung wurde von Rechtsanwalt Bernd Schäfer übernommen. Zunächst wurde die von Peter Radl vorgestellte Satzung einstimmig verabschiedet. Danach wurde unter der Leitung von Hans-Jürgen Becker der Vorstand gewählt. 1. Vorsitzende wurde Hannelore Finkernagel. Zu ihrem Stellvertreter und 2. Vorsitzenden wählte die Gründungsmitglieder Peter Radl. Schatzmeister wurde Norbert Nüchter. Da die Satzung zwischen sieben und neun Vorstandsmitglieder zulässt, wurden als weitere Vorstandsmitglieder Bernd Schäfer, Claudia Eisenhardt, Michael Erlenbach, Stefanie Lupp aus Nidda, Axel Steinbeiß sowie Norbert Simmer ebenso ohne Gegenstimmen gewählt wie schon zuvor die beiden Vorsitzenden und der Schatzmeister. Kassenprüfer wurden Carla Seipp und Cornelia Biedenkopf. In der Diskussion über das weitere Vorgehen der Friedberger Tafel wurde beschlossen, schnellstmöglich durch das Anmieten eines Tafelladens mit der praktischen Umsetzung zu beginnen. Die Gründungsmitglieder bitten hier die Friedberger Bürger um Unterstützung bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten. Dazu wird die Tafel bald möglichst beginnen, für den in Frage kommen den Personenkreis Kundenkarten auszugeben. Sobald alle Gründungsformalitäten abgewickelt sind, wird eine Informationsveranstaltung für Sponsoren stattfinden. Für ehrenamtliche Helfer wird bis spätestens Ende März eine Arbeitskreissitzung durchgeführt. Der Vorstand erhofft sich, dass durch diese Maßnahmen die Tafelidee einer noch breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Interessierte können sich aber auch auf der Homepage der Friedberg Tafel unter www.friedberger-tafel.de über die Aktivitäten informieren. Auch stehen die Vorstandsmitglieder für Auskünfte zur Verfügung, besonders unter den bereits bekannten Telefonnummern von Hannelore Finkernagel (0160/96347342) und Peter Radl (06031/14954).
