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andere Blickwinkel 2012

Ein kleines Jubiläum können Druckereibesitzer Andreas Kugland und Fotografin Loni Schuchardt feiern. Zum fünften Mal haben die Beiden einen Kalender aufgelegt, dessen Verkaufspreis von zehn Euro erneut ohne jeglichen Abzug an die Friedberger Tafel geht. Am Donnerstagabend wurde mit der übergabe des Kalenders an den Tafelvorstand der Verkauf offiziell eröffnet.
Zur übergabe des Kalenders „Friedberg - andere Blickwinkel 2012“ waren neben Kugland und Schuchardt die Tafel-Vorsitzende Hannelore Finkernagel, deren Stellvertreter Bernd Schäfer, Schatzmeister Manfred Witt und die Vorstandsmitglieder Monika Röhler Walter Krause und Norbert Simmer in den Tafelladen in der Kleinen Klostergasse gekommen.

„Die Anwesenheit so vieler Vorstandsmitglieder zeigt Ihnen, wie wichtig wir ihre Aktion nehmen,“ so Hannelore Finkernagel. Der Erlös aus dem Verkauf und der damit verbundenen Spendenaktion soll unter anderem für ein neues Regalsystem verwendet werden. „Unsere gebraucht gekauften Regale sind in die Jahre gekommen“ erläuterte die Vorsitzende.
„Wir unterstützen die Arbeit der Friedberger Tafel gerne, das ist für uns eine Herzensangelegenheit“ erwiderte Kugland und für Loni Schuchardt ist die ständig steigende Zahl an älteren Tafelkunden, die mit ihrer Rente unter die Armutsgrenze fallen, ein besonderer Ansporn, die Tafelarbeit zu unterstützen. „Eigentlich ist in solchen Fällen der Staat gefordert, da er nichts tut, müssen wir etwas tun“, so die Fotografin.

Nach der Übergabe blätterten die Tafelmitglieder gleich durch den Kalender und einmal mehr staunten sie über die nicht alltäglichen Motive auf den 13 Kalenderblättern. „Einige Motiven entstanden nach Hinweisen von Kalenderkäufern“ erläuterte Schuchardt, die bei ihren Aufnahmen gerne „mit Licht und Schatten spielt“.
So entstand wieder ein Mix aus bekannten Motiven der Stadt, jedoch aufgenommen aus nicht alltäglichen, eben ganz anderen Blickwinkeln. Dazu kommen Aufnahmen, bei denen der Käufer erst einmal rätseln kann und sogar soll, wo sich denn das Motiv befindet. „Der Kalender soll neugierig und Lust auf die Stadt machen“, so die Intention von Loni Schuchardt. Gleich drei Mal ist dieses Mal die Burg vertreten, und Schuchardt will mit den ganz unterschiedlichen Motiven aufzeigen, welche Vielfalt eine der größten deutschen Burganlagen zu bieten hat. Einen ganz neuen Blick erhält der Kalenderbetrachter auch auf das Schloss in Dorheim, das so nur wenige Menschen zu sehen bekommen. Ein Dank geht an dieser Stelle an die gräfliche Familie Solms-Rödelheim, die ihr Schlosstor gerne öffnete und so diese Aufnahme erst ermöglichte.

Viele Türme und Türmchen sind in diesem Kalender ein Schwerpunkt, nicht nur von Kirchen. Der Wasserturm ist ein eher selten fotografiertes Wahrzeichen der Stadt, doch Türme findet man in der Altstadt ebenso, wie an der Augustinerschule oder in Ockstadt. Die kleine St. Georgskapelle am nördlichen Rand der Seewiese feiert in diesem Jahr ihr 275-jähriges Bestehen und die Seewiese im Tiefschnee strahlt eine besondere Ruhe aus.
Geradezu idyllisch schimmert die Usa in blau in der Nähe der Gießener Straße und die Mathildenruhe wird im Herbst kaum mehr von Spaziergängern besucht. Beliebt bei den Kalenderkäufern sind solche Naturbilder mit enormen Farbspiel, die beweisen, dass Friedberg auch eine „grüne“ Stadt ist.

Ein besonderer Dank der Kalenderinitiatoren geht an die Verkaufsstellen, die alle auf eine Provision verzichten, sowie an die Vereine, Firmen und Institutionen, die den Kalenderverkauf in vielfältiger Form bisher unterstützten und viele davon tun dies nun bereits ein fünftes Mal.
Etwas Besonderes ist auch die Herstellung des Kalenders in der Wetterauer Druckerei, die Mitglied der „Charta der 100 Unternehmen für den Klimaschutz“ ist. So wird der Kalender zum zweiten Mal absolut CO2 neutral und energiesparend gedruckt und verwendet wird ein FSC-zertifiziertes Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Daher trägt der Kalender auch die entsprechenden Zertifikate, die ihn als absolut klimaneutral und somit auch umweltbewusst ausweisen. „Das ist mir besonders wichtig“ betonte Kugland.

Den Kalender gibt es ab sofort bei Papier-Holler in der Bismarckstraße, auf der Kaiserstraße in der Bindernagel’schen Buchhandlung und bei Schreibwaren Fix, bei der Filiale der Volksbank Mittelhessen in der Haagstraße und natürlich bei der Friedberger Tafel und in der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, Am Kindergarten 1.
Firmen und Vereine, die bei der Kalender-Spendenaktion mitmachen möchten, sollen sich direkt mit der Friedberger Tafel, Tel. 06031/6844624 in Verbindung setzen. „Jeder ist willkommen und jeder, der die Aktion unterstützt, hilft der Tafel“, so Loni Schuchardt abschließend.

Auf dem Bild von links: Monika Röhler, Norbert Simmer, Hannelore Finkernagel, Bernd Schäfer, Walter Krause, Andreas Kugland, Loni Schuchardt, Manfred Witt